Menashe Kadishman und der Johannisplatz in Schwäbisch Gmünd

Menashe Kadishman, Schöpfer der Skulptur: Die Traürnde

der agv-59 zylinderMenashe Kadishman ist Zeichner, Maler und Bildhaür. 1932 in Tel Aviv geboren, gehört er heute zu den bedeutendsten Künstlern Israels und zu den international maßgeblichen Vertretern der modernen Skulptur der Gegenwart. Ausstellungen in seiner Heimat, in den USA, in Japan, China und Thailand, aber auch in vielen europäischen Ländern dokumentieren seine internationale Anerkennung. Teilnahmen an mehreren Biennalen von Venedig und an der Documenta in Kassel bezeugen seine innovative Kraft und beeinflussten bedeutende Künstler der nachfolgenden Generationen. Aufsehen erregt hat Kadishman in Deutschland mit der Installation „Shalechet“ (hebräisch für „gefallenes Laub“) im Jüdischen Museum Berlin (1997 – 2000): Ãœber 10 000 Gesichter mit geöffneten Mündern, grob geschnitten aus schweren, kreisförmigen Eisenscheiben, bedecken die Bodenflächen.

Aufsehen erregt er derzeit auch in Gmünd. Aber Gmünd ist nicht Berlin und fehlender Respekt gepaart mit Unwissenheit bringt aufgeregtes Geschrei und schlechte Stimmung. Die unwürdige Diskussion um das „rostige Blech“ lässt den kleinbürgerlichen provinziellen „Charme“ wieder aufblitzen der in Schwäbisch Gmünd immer wieder mal zum Vorschein kommt. Erst musste der Kounellis „Galgen“ weg und jetzt soll „die Traürnde“ weg. Anstatt mit diesem Künstler von Weltruf und seiner Skulptur Werbung für die Stadt zu machen, fällt dem Fremdenverkehrsverein nichts Besseres ein, als eine derart negative Debatte vom Zaun zu brechen. Andernorts wäre man stolz und würde Besucher und Einheimische mit Infotafeln über Bedeutung und Hintergrund von Künstler und Skulptur informieren. Bei Stadtrundgängen würde man Besuchergruppen hinführen und Zusammenhänge erklären. Im Internet würde man den Künstler und sein Werk gebührend präsentieren…….

Das Infoblatt, das es zukünftig geben soll ist, ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, aber bei weitem nicht genug.

2 Gedanken zu „Menashe Kadishman und der Johannisplatz in Schwäbisch Gmünd“

  1. Hallo Artikelschreiber,
    dem Fremdenverkehrsverein fällt wohl was besseres ein, zumindest seit ich im Mai 08 den Vorsitz übernahm. Diese Diskusion hat uns der ehemalige Vorsitzende Karl Weber hinterlassen. Bei einer Pressekonferenz Ende Mai hatte ich als „Neür“ diese unsinnige Diskusion beendet. Vorher hatte ich mich als Unwissenender informiert und erst mal die Bedeutung der Figur begriffen. Nache dem Motto „dass müssen alle Wissen“ habe ich bei der Stadt veranlasst, dass ein Infotafel her muss. Lange hats gedaürt aber du findest heute die Beschreibung, unterhalb derer von der Johanniskirche, Ecke Bocksgasse. Also hat der „Der Fremdenverkehrsverein“ unter meinem Vorsitz schon mal den Schritt in die richtige Richtung gewagt…….könnte im Artikel auch mal erwähnt werden, oder?
    Thomas Steeb

  2. Hallo,

    der Artikel ist vom Mai 2007 und gibt den Stand der damaligen Diskussion wieder und versucht zu erklären wer und was hinter dem Kunstwerk steckt. Ich bin froh das der Fremdenverkehrsverein bzw. der Vorsitzende seine Meinung nun geändert hat. Eine weitere Berichterstattung dazu wird auf dieser Plattform aber nicht mehr stattfinden.

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