Festumzug der 50er

Liebe liegt in der Luft

Bericht: Gmünder Tagespost
103875443_736.jpgDie 50er strahlten mit der rechtzeitig beim Festzug erscheinenden Sonne um die Wette Der Obere Marktplatz war beseelt vom Aloisle, von Freundschaft und Liebe: Am Samstag feierte der Jahrgang 1959 sein 50er-Fest mit einem feierlichen Gottesdienst und einem strahlenden Festzug.
Die Rührung war den 66 Altersgenossen beim Einzug ins Münster ins Gesicht geschrieben. Von der Orgelempore erklang Fanceschinis Sonate in D-Dur mit Johannes Knoblauch und Hans-Peter Buck an der Trompete und Münsterorganist Stephan Beck an der Orgel. Humorvoll wurden die Jubilare von Pfarrer Johannes Waldenmaier begrüßt: „Ihr send die ledschde Johr ganz schön langsam worre!“ foppte er ob der viertelstündigen Verspätung – beim 40er Fest sei dies noch kein Thema gewesen.
Waldenmaier nannte die Liebe zu Gott, zum Mitmenschen und zu sich selbst als das Wesentliche im Leben. Passend zu dieser Botschaft sang der künftige Oberbürgermeister und 50er, Richard Arnold, „Ich bete an die Macht der Liebe“, mit seiner glockenklaren Tenorstimme. Während der Kommunion stimmte er das Largo aus der Händel-Oper „Xerxes“ an. Nach dem Gottesdienst überraschte er mit einer Anspielung apropos Händel: Es werde gesagt, dieser sei ein Gmünder, weil er im Gemeinderat gepflegt werde.
Wie es zu der Verspätung gekommen war, wurde beim zweiten Umzug klar: Mit dem designierten OB war wirklich kein Vorankommen, dergestalt wurde er bestürmt von Bürgern mit Glückwünschen und Blumen. Ein Zepter mit dem Wappen von Gmünd bekam er von Oberbürgermeister Wolfgang Leidig überreicht, ein roter Teppich musste ihm wegen einer verlorenen Wette ausgelegt werden, die Junge Union bestürmte ihn und den Altersgenossen Stefan Scheffold, Mitglied des Landtages, mit einer Art Wahlplakat und Riesenluftballons. Mit von der Partie war ein mit Kindern vollbesetzter Gamundia-Express, eine Schar laufender Kinder, die an alte D-Mark-Zeiten, an die Umweltzone, an die Sonnenfinsternis 1999 sowie die WM 2006 erinnerten. Ein Eicher-Traktor, Baujahr 1959, zog den Schirmwagen. Monumental nahm sich das aus einer Eisenplatte gestanzte Einhorn aus.
Nicht weniger Blickfang waren die vielen netten, kleinen Dinge, die die Genossen im Lauf des Umzugs mit auf den Weg bekamen: „Beste Mama“ stand auf einem Schild, Fotos der GT-Redaktion, silbern gerahmt und als „Amtskette“ zusammen gefügt, zierte GT-Redaktionsleiter Michael Länge. Sogar Nähmaschine oder Riesen-Tanzbär wurden im Wägelchen hinter sich her gezogen und verrieten viel über Hobbies oder Beruf. Eine eigene Fangemeinde, den Verein Städtepartnerschaft, hatte an diesem Tag Altersgenosse Antal Igari aus der Partnerstadt Szekésféhervár, der mit einer 27-köpfigen Gruppe aus Ungarn derzeit in Gmünd weilt. Wie seine Frau Erzsébet betonte, sei dies ein großartiges Erlebnis. Bislang hätten sie die Altersgenossenfeste nur auf Fotos gesehen. Besonders beeindruckt war sie von der Freundschaft und der Liebe, die an diesem Tag in der Luft lägen.

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2 Gedanken zu „Festumzug der 50er“

  1. Hallo liebe AGV-ler !
    Das war ein grandioses 50-er Fest. Ich bin froh, bei Euch als neü Altersgenossin dieses Ereignis mitfeiern zu können. Schon beim Begrüssungsabend konnte ich erleben was gute Stimmung heißt. Beim Umzug am Samstag strahlten die Teilnehmer mit der Sonne um die Wette.Der Festabend im Stadtgarten war der Hit, die Besucher brachten die Band dazu ihr Bestes zu geben, so war die Stimmung gigantisch, das Programm professionell, vor allem auch die eigenen Auftritte der AltersgenossenInnen. Die gesamte Organisation ist bis jetzt perfekt, freün wir uns auf die „Blaufahrt“ am Montag als krönenden Abschluss !!!
    Viele Grüße
    Karin

  2. Hallo miteinander !
    Vielen herzlichen Dank dem Organisationsteam mit allen Beteiligten. Nur wer selber im Ehrenamt tätig ist, weiß was so ein Fest an unzähligen Stunden Vorbereitung kostet. Alles war perfekt, allen die mitgeholfen haben sei ein ehrliches „Dankeschön“ gesagt ! So jetzt erst mal alles „setzen“ lassen und immer wieder die Bilder und auch die unzähligen Blumen im Wohnzimmmer anschaün.
    Bis bald mal wieder
    Gruß
    Karin Stütz

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